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KLIMA/LEHNI/PERRET - IMMERSIVE UMGEBUNGEN

Ausstellung/Exhibition
17.05.08 - 28.06.08

Eröffnung/Opening
Fr 16.05.08, 17 - 21 h

Arbeiten/Works
JOHN KLIMA: «Portuguese Guitar Hero»

JÜRG LEHNI: «AppleTalk»

RAPHAEL PERRET: «Paint My Bass»
iPods... mitbringen!
Ermöglicht durch das Bundesamt für Kultur, Sitemapping/Mediaprojects

Öffnungszeiten/Opening Hours
Fr 14 - 18 h, Sa 12 - 17 h
oder auf Vereinbarung

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Familientag/Family Day
Sa 24.05.08, 12 - 17h und Sa 28.06.08, 12 - 17h

DIY takeaway: whang-bang noise circuits
Workshop mit der Schweizerischen Gesellschaft für
Mechatronische Kunst (www.sgmk-ssam.ch)

In einer Stunde kann man sich im SIRUPSPACE einen kleinen lichtgesteuerten Chaos-Oszillator-Klangerzeuger löten, der sich zuhause erweitern lässt.

Materialkostenbeitrag CHF 9.90, keine Vorkenntnisse erforderlich.

Bilder auf flickr.com

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Mit freundlicher Unterstützung von







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In der Gruppenausstellung «KLIMA/LEHNI/PERRET - Immersive Umgebungen», werden responsive, teils autoaktive und raumgreifende multimediale Umgebungen gezeigt, die sich mit Raum, Klang, Texte und Bild auseinandersetzen. Alle im sirupspace gezeigten Arbeiten sind erstmals in der Schweiz zu sehen.

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JOHN KLIMA: «Portuguese Guitar Hero»
Die in der Gruppenausstellung im sirupspace gezeigte Computerarbeit «Portuguese Guitar Hero» hat mit dem populären Videospiel, ausser dem von Klima respektlos entwendeten Namen, nichts gemeinsam. In Klimas Version spielen die «User» Klänge einer echten portugiesischen Gitarre. «Kein dummer Steuerknüppelersatz einer Pseudoplastikgitarre», wie Klima humorvoll erwähnt. Mit Klimas Interface navigieren und gestalten die AusstellungsbesucherInnen eine dreidimensionale Audiolandschaft.

«Portuguese Guitar Hero» ist ein vollumfänglich in C++ programmierter 3D-Gamespace der zum Musikmachen «missbraucht» bzw. dekonstruiert wird. Klima hat die «Guitarra Portuguesa» nicht nur wegen ihres unglaublich reichen, süssen und trotzdem akzentuierten Klangspektrums gewählt, sondern auch weil sie ein ausserordentlich schwierig zu spielendes Instrument ist. «Portuguese Guitar Hero» ist prinzipiell auch als Steuerungs- und Navigationstool für jedes andere Musikinstrumenten- oder Geräuschsignal denkbar.

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JÜRG LEHNI: «AppleTalk»
Die Installation «AppleTalk» konfrontiert zwei Apple-Computer mit den Tücken der verbalen Kommunikation.

Benutzt werden zwei Mikrofone, Apples «Text-To-Speech» und ein Spracherkennungsprogramm. Die beiden Rechner transformieren kontinuierlich geschriebene Sätze in gesprochene Worte und zurück in die geschriebene Form. Die Endlosschlaufe lässt Spielraum für kleine Inkorrektheiten und automatische Missinterpretationen - vergleichbar mit dem von Kindern so gerne gespielten Telefonspiel. Das Resultat ist eine konstante Permutation von Text, die poetische Fehler und Textfragmente produziert.

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RAPHAEL PERRET: «Paint My Bass»
Fasziniert von überdimensionierter Technik und den grotesken Zügen ihrer Anwendung, kreierte Raphael Perret während eines Arbeitsaufenthaltes in den USA ein paar Bass Shaker. Dies sind leistungsstarke Basslautsprecher, welche üblicherweise an ein Automobilchassis geschraubt werden, um das Gefährt zum vibrieren zu bringen.

An eine Tonquelle angeschlossene Bass Shaker werden lose auf den Boden gelegt, angetrieben werden sie durch die Umwandlung elektronischer Signale in Druckwellen. So vibrieren und bewegen diese sich in unterschiedliche Richtungen und in Mustern, je nach Frequenz, Amplitude und Rhythmus der gespielten Bässe. Mit minimalem Aufwand entstehen kinetische Objekte, welche nicht dazu gebaut wurden selbsttätig, mit anderen Worten auto-mobil, zu sein. Mittels eines «kontrapunktischen Detournements» werfen die Objekte die Frage nach dem Fortschritt alternativer Fortbewegungsmittel auf.

«Paint MyBass» fasziniert mittels der Nutzung von Musik als treibender Kraft. Wir sind uns «Musik» erzeugende Motoren gewohnt, nicht aber Musik, die zum Motor wird. Synchrone auditive und visuelle Ereignisse können zu einem einprägsamen Medienerlebnis führen.

Die Frage der Synchronisation spielt in zeitbasierten Medien - insbesondere in VJ-Tools und im Musikfernsehen - eine grosse Rolle. «Paint My Bass» setzt dazu einen Kontrapunkt, in dem dessen Bewegungen nicht 1:1 aus dem Musikerlebnis abgeleitet werden können. Die Komplexität der akustischen Signale lässt eine genaue Steuerung nicht zu. Ein der Musik innewohnender Eigenwille bleibt erhalten - wobei in diese Unberechenbarkeit korrigierend eingegriffen werden kann. Ein Spiel, analog zum Musikspiel, entsteht zwischen Kontrolle und Improvisation. Ein auf dem Bass Shaker befestigter und per Elektromotor schwenkbarer Arm erzeugt einseitigen Ballast, was dem Artefakt eine tendenzielle Bewegungsrichtung gibt. Am Schwenkarm lassen sich Zeichnungs- oder Malutensilien befestigen, wodurch mit analogen Mitteln Musik visualisiert wird. Die Resultate dieser Experimente sollen als Bilder erhalten bleiben.

EVENTS
Im Rahmen der Ausstellung sind Künstlerpräsentationen, Werk-Gespräche und ein Familientag mit der «Schweiz. Gesellschaft für Mechatronische Kunst» (www.sgmkssam.ch) geplant.

Die Events werden angekündigt.






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UPS - SCHEITERN #01, 2008
HHK

Schaufenster Installation/Window Installation
31.03.08 - 11.05.08

Material: Eine Leiter, 4,7 Laufmeter Auktionskataloge, eine Videokamera, ein Bildschirm

Öffnungszeiten/Opening Hours
Auf Vereinbarung

Video auf Anfrage (limitiert)








SCHWEIZER GLÜCK
ANDREAS KAISER

Ausstellung / Exhibition
08.02.08 - 29.03.08

Öffnungszeiten/Opening hours
Fr 14 - 18 h, Sa 12 - 17 h
oder nach Vereinbarung

Vernissage/Opening
Fr 08.02.08, 17 - 20 h

Karfreitag und Ostersamstag bleibt der siurpspace geschlossen.

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Die Schweiz residiert im sirupspace. Herausgeputzt mit güldenem Ornat bietet sie sich dar, wie eine Odaliske hingelagert. Vom Publikum stimuliert, räkelt sie sich sacht, atmet, knistert dabei mit ihrem raffiniert drapierten Kleid und gibt all ihre körperlichen Reize preis. Hat sie sich zur Gänze aufgeplustert, büsst sie indes ihre Grazie ein, wirkt saturiert, ja wulstig träg, doch immer noch ein Ruhekissen, verheisst Belohnung für erfolgreich Geleistetes.

Mächtig, fast monströs, zeigt sich bei voller Blähung die Greater Zurich Area, eine Blase von Winterthur bis Biel. Und die weit verzweigten Täler des Wallis, des Tessin und des Bündnerlandes versinken in den Wülsten der Gebirgszüge. Deformiert und immobil zeigt sie sich, die Schweiz in diesem Zustand, erinnert an eine urzeitliche Riesenkreatur, an Schild¬kröten des Paläozän, an Milben, Zecken oder sonstiges Kriechgetier in gigantischer Vergrösserung, oder einfach an ein völlig überdimensioniertes Poulet in Warmhaltefolie.

Warmhaltefolie ist denn auch das Flitterzeug, das die Schweiz im sirupspace zur Schau trägt - 30 handelsübliche Lebensretterfolien, vom Kölner Künstler Andreas Kaiser kunstvoll zusammenmontiert und raffiniert in Form gebracht. Den unverkennbaren Charakter erhält das schmucke Gebilde durch die Kontur, die aus Paketklebeband bestehende Boden¬befestigung. Wer das Luftkissen umrundet, wird unschwer die Silhouette Helvetiens erfassen. Und solange jemand herumgeht, bleibt die Schweiz prall in Form. Erst die Abwesenheit der Adoranten und Trabanten wird sie zum Erschlaffen bringen, ihr Pneuma ver¬flüch¬tigen lassen und ihr den Odem rauben, denn keine Bewegung bedeutet keine Impulse für das Gebläse, keine Luft heisst kein Halt.

Am schönsten anzuschauen ist sie mässig gefüllt, wenn die Raffungen der Folie den Körper weich modellieren und wenn das leise Zittern des kostbar anmutenden Gebildes ein geheimnisvolles, geradezu sinnliches Rascheln verursacht. Dann gibt sich die Schweiz als elegante Preziose und verweist dezent auf die kompakten schimmernden Barren, die unweit in sicheren Katakomben still vor sich hin ruhen.

Die andern im sirupspace präsentierten Werke von Andreas Kaiser wirken im Vergleich zum voluminösen Schweizer Glück beinahe entmaterialisiert. Auf ein Minimum reduzierte Liniengeflechte schweben - zwischen Gläsern und werfen ein berückendes Schattengespinst - skurrilen Spinnweben nicht unähnlich - auf die dahinter liegende Wand. Bei eingehender Betrachtung der Papierschnitt-Arbeiten, wird offenbar, dass es sich um Strassennetze handelt: die Strassen der Stadt Zürich, die Strassen der Schweiz, minutiös freigestellt in Stadtplan und Landkarte. Kaiser kauft sich Karten von Orten, die ihn interessieren und 'filetiert' sie mit dem Skalpell bis nur noch die Verkehrsadern übrig sind. Dann lässt er die Rückseite nach vorne treten - die Seitenverkehrung verstärkt die irritierende Faszination beim Betrachten dieser schönen Linien - und gibt ihr im Glaskorsett einen frappanten Auftritt. Die solchermassen 'zelebrierten' Strassenverästelungen erinnern an Bilder von Kapillaren oder Nervenbahnen, lassen an feines Wurzelwerk denken, als ob die Mobilität das sine qua non eines jeden Gedeihens bedeutete und für den Herzschlag unseres modernen Lebens unabdingbar sei.

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Wie immer gibt's auch flüssige Gaumenfreuden vom SIRUPIER-DE-BERNE!







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10xDESIGN
PROTOTYPEN > SERIEN
LICHT MODE MÖBEL SCHMUCK

Eröffnung/Opening
Mi 21.11.07, 17 - 20h

Ausstellung/Exhibition
Do 22.11.07 - Sa 12.01.08

Sonntagsverkäufe/Sunday
09.12.07 und 23.12.07, 10 - 16h

Geschlossen/Closed
24.12.07 - 02.01.08

Die zweite Ausstellung von sirup.no.com im sirupspace widmet sich dem Design unter dem Titel "10xDESIGN Prototypen > Serien" und startet am 21. November 2007 mit Labels aus den Bereichen Licht, Mode, Möbel und Schmuck.

- Licht: BRANDNEWDESIGN und CLAUDE HIDBER
- Mode: CLAUDIA GÜDEL, LISA&TOM, ROECKE.CH, THREE CHEERS AND A TIGER
- Möbel: INCHFURNITUREund FRAENZI NEUHAUS
- Schmuck: SUSANNA KUSCHEK und KATHARINA BREITENMOSER

Speziell: Gezeigt werden in dieser Ausstellung auch Prototypen von
BRANDNEWDESIGN, CLAUDE HIDBER, LISA&TOM UND FRAENZI NEUHAUS.

Die Ausstellung will die Besucherinnen und Besucher bekannt machen mit exquisit gestalteten Unikaten, mit Klein-Auflagen herausragender Gebrauchsobjekte und Mode-Créationen und schliesslich mit ausgeklügelten Prototypen, die sicherlich schon bald als bestechende Novität eine Design-Nische im Markt erobern. Alles kann erkundet und erprobt, vieles darf gekauft oder subskribiert werden, was bestimmt bei der bevorstehenden weihnachtlichen Bescherung bei den dann so originell Beschenkten grosse Begeisterung auslösen wird.

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Aktionstage:

Sa 24.11.07
Inchfurniture/Lisa&Tom (Möbel/Mode)

Sa 01.12.07 Three Cheers And A Tiger (Mode)

Do 06.12.07, 17 - 22 h /Fr 07.12.07, 10 - 22 h
Claudia Güdel: Workshop "Güdel selber nähen" - nur auf Voranmeldung unter office@sirup.no.com

Sa 08.12.07
Brandnewdesign/Claudia Güdel (Licht/Mode)

Sa 15.12.07
Roecke.ch und Claude Hidber (Mode/Licht)

Sa 22.12.07
Fraenzi Neuhaus (Möbel)

Sa 12.01.08 (Schmuck)
Katharina Breitenmoser

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PORTRAIT

MARTIN BACHMANN "Ausweis"
XANDRA LINSIN "28 Portraits"
IRENE STUTZ "We Miss You!"

Do it yourself
Streifen aus dem Kultfotoautomaten

Ausstellung/Exhibition
26.08.07-22.09.07

Vernissage/Opening
Sa 25.08.07, 12-20h

Finissage/Closing Event
Sa 22.09.07, 17-20h

Verlängerung/Extension
Di 25.09.07, 12-17h
Mi 26.09.07, 12-17h

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Tête-à-tête mit dem eigenen Spiegelbild -
Verschönerungsversuch, Pose -
Münzschlitz, Blitzgewitter, 4 Minuten ungeduldigen Wartens bis zum Aug in Aug mit sich selbst in Schwarzweiss -
vierfache Selbstfindung im vollautomatischen Passbild-Automat

Wessen Jugend ist nicht dokumentiert von zahllosen Kleinformat-Zeugen, an denen der Zahn der Zeit durch das viele Vorzeigen und den Aufenthalt im Portemonnaie irreversibel genagt hat?
Sozialisierung und Gruppendynamik an der Schwelle zum Erwachsenenalter entfalteten sich vor dem Spiegel und dem Bildstreifen-Entnahmefach des Kultautomaten. Der eigene Stellenwert in der Gruppe manifestierte sich schliesslich in der Konstellation in der Box drin, will heissen mit wem man - dicht gedrängt vor der Linse - hockte und mit wem man schliesslich in absonderlicher Verrenkung grimassierend auf dem Foto festgehalten war.

Der Kasten, ein Anziehungspunkt an Nachmittagen der Langeweile; der höhenverstellbare Schemel ein Ort der Selbstbefragung. Und wenn das ausgespuckte Bild kaum Ähnlichkeit mit dem eigenen Wunschbild aufwies, taten sich Abgründe der Verunsicherung auf.
Wie unzuverlässig ein solches auf Photopapier gebanntes Bildnis ist, wie wenig es über den Wiedergegebenen oder die Dargestellte auszusagen vermag, und wie irrig es ist zu denken, ein Porträt sei eine adäquate Annäherung an die Persönlichkeit eines Menschen, davon zeugen die Kunstwerke und Dokumente in der Ausstellung PORTRAIT.

Die Gruppenausstellung PORTRAIT ist die erste Eröffnungsaustellung im sirupspace. sirupspace ist die Kulturplattform von sirup.no.com, dem Labor und Generalunternehmen für Ausstellungs- und Werkproduktionen, für Betreuung und Gestaltung von Publikationen, für Beratung und Unterstützung von Kunstschaffenden, DesignerInnen, Kuratoren und Sammlern.

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MARTIN BACHMANN "Ausweis"
Der Ausweis - Ein Spiel mit Identifikation und Stereotypen
Mit vergleichsweise kleinem Aufwand, also mit Brillen, Schnäuzen oder wechselnder Frisur und Gesichtsaudruck, erzielt Martin Bachmann eine verblüffende Vielfalt von Charakteren. In rund 100 verschiedene Rollen ist er so geschlüpft und hat alle möglichen Identitäten inszeniert: Die Ausweise bestätigen die Existenz von möglichen Menschen mit Beruf, Rang, Titel und Freizeitinteressen. Mit diesen Identitätskarten und Ausweisen thematisiert Martin Bachmann gesellschaftliche Rollen, Selbstbilder und Identitätskonstruktionen. Mit Witz nimmt er zudem auf, was uns beim Anblick des eigenen Passfotos mit Schauder ergreift: die beklemmende Tatsache nämlich, dass wir ganz offensichtlich in einer bestimmten Rolle existieren - einer Rolle, in die wir vielleicht gedrängt wurden, die wir möglicherweise gewählt haben, die jedenfalls mit äußerlichen Attributen versehen ist und also lesbar wird für die anderen Menschen. Bestürzt und verlegen brechen wir deshalb beim Anblick des Fotos in Lachen aus (wenn das auch nicht reicht, um seiner Rolle zu entfliehen). Es ist dasselbe Lachen wie bei einem guten Witz: Man lacht über etwas sehr Beunruhigendes.

Martin Bachmann *1966 lebt in Zürich, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. 1990 - 1992 Ausbildung an der GAF (Gruppe Autodidaktischer Fotografen). Arbeitet heute als Fotograf bei der Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich und an freien Arbeiten.

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XANDRA LINSIN "28 Portraits"
Die Serie "28 Portraits" zeigt Frauen und Männer in deren zweiter Lebenshälfte. Das weiße Haar, Symbol für Weisheit und Lebenserfahrung, verbindet all diese Menschen. Durch den weißen Hintergrund und ihre Nacktheit werden sie fernab sozialer Zuordnung dargestellt, die einzigen deutbaren Zeichen befinden sich direkt an ihren Körpern. Die Haut wird zur visuellen Biografie.

Die Porträtierten werden als Individuen gezeigt, jedoch auch als Teil einer vergleichbaren Masse. Es ist ein Wechselspiel zwischen Eigenständigkeit und Zugehörigkeit, zwischen der eigenen Lebensgeschichte und der Geschichte einer Generation bzw. Epoche.

Xandra Linsin *1978 ist Fotografin, sie lebt und arbeitet in Zürich. 2000 - 2002 Grundstudium der Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld. 2004 - 2007 Hauptstudium der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich.

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IRENE STUTZ "We Miss You!"
In ihrer Installation präsentiert Irene Stutz das Recherchematerial und Fotografien zu Ihrer grafischen Diplomarbeit
"We miss you. - Das Einfränklerimperium".

Irene Stutz hat - ausgehend vom Kultstatus, den die Billigfotos vor allem in der Jugendkultur haben - Material zu diesen Zeugen der zeitgenössischen Alltags-Bildkultur gesammelt. Entstanden ist eine vielschichtige Dokumentation, die in der Ausstellung "Portrait" installativ aufbereitet ist. Noch einmal werden Erinnerungen an die in der ganzen Schweiz bekannten Fotoautomaten geweckt, die für 1 Franken einen Streifen mit vier Schwarzweißfotos produzierten.

Die BesucherInnen können für Fr. 1.- ein letztes Foto von sich machen und es in der Ausstellung an die Wand kleben. Die zurückgelassenen Bilder werden im Internet unter www.we-miss-you.ch veröffentlicht.
Irene Stutz *1981 ist visuelle Gestalterin, sie lebt und arbeitet in Zürich. 2007 erhält sie den jährlich vergebenen Förderpreis der HGKZ für ihre herausragende Diplomarbeit "We miss you. - Das Einfränklerimperium".

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